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< AuscultA - Frage September 2015
30.09.2015

AuscultA - Frage Oktober 2015:

Wie gehen Sie als Führungskraft professionell mit neuen Arbeitsformen für die Generation Y - gut ausgebildet, gut informiert, gut vernetzt - um?


Unsere Antwort lautet:

Im Unterschied zu früheren Generationen, haben junge Mitarbeiter/innen – wir sprechen hier primär von zukünftigen Leistungsträgern – vermehrt den Anspruch, dass nicht nur Arbeit, lebenslanges Lernen und Karriere im Fokus sind, sondern auch Familie, Freunde, Gesundheit und eine intakte Umwelt, sowie ein zunehmender Verzicht auf unnötig hohe Gehälter, Prestige und Macht.

Das ist einerseits eine Folge davon, dass die Jungen mehrfach im Wohlstand aufgewachsen, kollegial erzogen und auf einem hohen Niveau ausgebildet sind, aber dennoch erfahrene, sympathische Mentoren als Praxishelfer sehr schätzen.
Andererseits wollen heute beide Elternteile berechtigterweise in ihrem Beruf tätig sein und ihre Kinder gut versorgt wissen.

Daraus ergeben sich zwingend neue Arbeitsformen mit folgenden Hauptaspekten:
•    sehr flexible Arbeitszeiten
•    ortsunabhängiges Arbeiten – auch Home-Office
•    gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld – arbeiten bis 70
•    Möglichkeiten zur Kommunikation und Kooperation

Das erfordert von den Führungskräften noch stärkeren Fokus auf die folgenden Punkte:

+    STÄRKENORIENTIERUNG:
      Die Stärken der Mitarbeiter/innen erkennen und
      die Personen entsprechend einsetzen, fordern und fördern

+    RICHTIGES DELEGIEREN:   
      Übertragen von Auftragspaketen mit klar definierten Pflichten
      und – mehr oder weniger umfangreichen – Rechten

+    VERTRAUEN und WERTSCHÄTZUNG:   
      Professionelle Kombination von konstruktiver Kontrolle,
      Anerkennung und Verbesserung

+    PERSÖNLICHE ARBEITSMETHODIK:    
      Die erforderlichen Resultate innerhalb der normalen Arbeitszeit
      durch gemeinsame Optimierung erreichen.

+    FÜHRUNGSKRAFT ALS VISIONÄR, STRATEGE UND MENTOR
      Schaffung von Rahmenbedingungen in denen sich Mitarbeiter
      optimal weiter entwickeln können.

+    KOMMUNUIKATION:          
      * Gegenseitiges Verständnis sicherstellen.
        Unterschiedliche Sichtweisen begrüßen und respektieren.
      * Konfliktpotentiale erkennen und professionell bearbeiten.

+    MITARBEITERGESPRÄCHE:
      Gut vorbereitete und gemeinsam vereinbarte Mitarbeitergespräche,
      mindestens 1-mal jährlich