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< AuscultA - Frage September 2017
30.09.2017

AuscultA - Frage Oktober 2017

KOPFARBEITER & KOMPLEXITÄT – Wie weit kann Komplexität reduziert werden?


Unsere Antwort lautet:

Damit Unternehmen erfolgreich in Ihren jeweiligen Umwelten agieren können, gibt es tatsächlich eine Untergrenze für Komplexität, die im Unternehmen nicht unterschritten werden darf.

Diese mindestens vorhandene Komplexität ergibt sich durch die Notwendigkeit, die jeweilige AUSSENWELT im Unternehmen ABZUBILDEN.

Wenn das nicht gelingt, ist das Unternehmen über kurz oder lang nicht lebensfähig, weil Produkte und Dienstleistungen bereitgestellt werden, die nicht – mehr – nachgefragt werden.

Das ist auch der Grund dafür, dass junge und dynamische Unternehmen ein gewisses Maß an Chaos – im Sinne von Ungeordnetheit – haben und die Mitarbeiter sehr unterschiedlich ticken.

Das sollte auch in etablierten Unternehmen möglich sein, istes aber nicht, denn

  • … Bürokratisierung hält Einzug und nimmt zu
  • … Mitarbeiter werden nicht in erster Linie danach ausgewählt, was sie auf ihrem Spezialgebiet können, sondern nur noch danach, wie gut sie ins Team passen (das ist schon auch wichtig, aber erst in 2. Linie)
  • … Chefs sorgen dafür, dass die Mitarbeiter nicht besser sind wie sie selbst, damit sie ihnen nicht gefährlich werden
  • … Chefs und MA verstehen die Rolle des Chefs falsch, weil beide denken, dass der Chef nur gut ist, wenn er in jedem Segment seines Verantwortungsbereichs „der beste Spezialist ist“. Das ist ein fundamentales Missverständnis!

Diese Aufzählung ist nicht vollständig und doch wird bereits damit klar, dass durch diese „organisationsinternen Automatismen“ zusätzlich Komplexität in Unternehmen eingebracht werden, die prinzipiell unnötig und dem Zweck der Organisation NICHT dienlich sind.